Metalldiebe stören erneut die Totenruhe

Metalldiebe stören erneut die Totenruhe

HANNOVER. Schon wieder missachten Metalldiebe die Totenruhe, schon wieder stehlen

Unbekannte auf Friedhöfen im Stadtgebiet. In der Nacht zum Sonnabend verschwanden auf

dem Stadtfriedhof Ricklingen (Göttinger Chaussee, Oberricklingen) mehrere wertvolle

Grablampen, teils mit Granitfuß, aus Schmiedeeisen, Bronze und Edelstahl.

Die genaue Zahl ist noch unbekannt: „Wir haben bisher vier Geschädigte“, sagt

Polizeisprecherin Martina Stern. Zudem wurden drei Wasserhähne gestohlen. Die wurden in

der Nacht zu Sonntag auch auf dem Stadtfriedhof Lahe (Laher-Feld-Straße) entwendet: Neun

30 Kilo schwere Hähne klauten die Diebe. Wert pro Stück: 1000 Euro. „Wir prüfen, ob ein

Zusammenhang besteht“, so Stern.

Auch zu den Fällen der vergangenen Wochen.“ Im Juni hatten Unbekannte Bronzeskulpturen

und andere Gegenstände von den Friedhöfen Ricklingen und Engesohde (NP berichtete)

gestohlen.

Die Stadt bedauert die Vorfälle vom Wochenende sehr:„Die Störung der Friedhofsruhe ist

nicht zu akzeptieren, leider spielt die Pietät für die Täter keine Rolle“, so Sprecherin

Konstanze Kalmus. Man werde heute über Maßnahmen und Möglichkeiten diskutieren,

solche Diebstähle zukünftig besser verhindern zu können. Friedhöfe würden nicht

durchgängig bewacht, dafür allerdings regelmäßig kontrolliert. Metalldiebstähle sind keine

Seltenheit, auch die Bundespolizei muss sich immer wieder mit Gleisdiebstählen

beschäftigen.

Diese seien allerdings in der letzten Zeit durch stärkere Überwachung zurückgegangen, sagte

ein Sprecher gestern auf NP-Anfrage.

30.08.2010 / NP Seite 1 Ressort: LOKA